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Craniosacrale
Körperarbeit unterstützt den natürlichen Verlauf einer Schwangerschaft
und auch den Verlauf der Geburt. Sie wirkt sich auch besonders positiv auf "die Zeit danach"
aus. Wird das Craniosacrale System der jungen Mutter bald
nach der Entbindung ausbalanciert, findet sie schneller
wieder in ihre Ruhe und Kraft zurück, was angesichts der vielen schlaflosen Nächte
in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt natürlich sehr zu empfehlen ist. Craniosacrale
Körperarbeit
kann zudem Wochenbett-Depressionen vorbeugen oder lindern, da sie den
Körper dabei unterstützt, sein hormonelles Gleichgewicht
wiederzufinden. Außerdem beugt sie nachgeburtlichen Rückenschmerzen
vor, indem sie die normale Beckenfunktionen während der Rückbildungs-Phase wiederherstellt.
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John E. Upledger, Arzt und Osteopath aus Michigan, USA, dessen Verdienst die wissenschaftliche Untermauerung der Craniosacralen Therapie ist, beschreibt in seinem Buch "Auf den inneren Arzt hören" das gestörte Wohlbefinden eines Neugeborenen wie folgt: "Vor ein paar Monaten berichtete mir eine Patientin und gute Freundin, dass ihr etwa sechs Wochen altes Baby jede Nacht weine und Koliken habe. Die Eltern litten unter dem Schlafentzug. Der Kinderarzt war ratlos. Ich schlug ihr vor, ihre Tochter zu mir zu bringen.. |
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Das Mädchen fiel während der ersten Craniosacralen Therapiesitzung in Schlaf und verschlief die ganze Rückfahrt bis Miami. Sie schlief fast zehn Stunden lang. Nach drei Behandlungen waren die Schwierigkeiten vollständig behoben. Das craniosacrale Problem bestand in einer abnormen Spannung der Dura Mater (Gehirn- und Rückenmarkshaut, Anm. der Red.). Diese hohe Spannung rührte von einer Verrenkung des Beckens, die vermutlich während der Entbindung entstanden und nicht behoben worden war. Diese Beckenverrenkung führte zu einer Spannung der Dura mater im Rückenmarkkanal und setzte sich über die Dura mater bis in Hals und Kopf hinein fort. Der Vagusnerv, der einen großen Einfluss auf die Magen- und Darmfunktionen (sowie auf Herzrhythmus und Atmung) ausübt, tritt an der Schädelbasis aus, wo er durch eine abnormale Spannung der Dura mater leicht beeinträchtigt werden kann. Die Abklärung des Craniosacralen Systems enthüllte die Ursache des Problems, und wir konnten es sehr leicht beheben. Dem Kind geht es jetzt gut." (Auf den inneren Arzt hören, Eine Einführung in die CranioSacral-Arbeit, 1994, S. 46)
Baby Louis durchlebte seine Geburt noch einmal . . .
Louis
bekam seine ersten beiden Cranio-Sacral Behandlungen im Mutterleib, die erste
Sitzung eine Woche vor seiner Geburt und die zweite einen Tag davor. Deshalb
hatte er auch keine Schwierigkeiten, bei seiner ersten Solo-Behandlung, 2½
Wochen nach seiner Geburt, gleich richtig "durchzustarten". Da Louis
in Steißlage zur Welt gekommen war, hatte er seine Geburt so schnell wie
möglich durchlaufen müssen. Damit wollten die Ärzte verhindern,
dass sein Köpfchen im Geburtskanal stecken bleibt. Louis hatte also keine
Chance gehabt, sich aus eigener Kraft in diese Welt hineinzukämpfen. Und
genau das holte er bei seiner ersten Cranio-Sitzung nach. Kaum hatte ich sein
kleines Becken etwas angehoben, fing er auch schon an, die fehlenden Sequenzen
seiner Geburt nachzuholen:
Er wand und drehte sich, verzog sein Gesicht,
das vor lauter Anstrengung blau-rot anlief und machte dabei laute Pressgeräusche.
So schaffte er sich durch den Geburtskanal. Nach etwa 60 Sekunden kam er wieder
zur Ruhe und entspannte sich. Diese Geburtsaktivität durchlief er insgesamt
vier Mal, danach hatte er Hunger und verlangte lautstark gestillt zu werden.
Nach einer weiteren Stunde, in der seine Mutter eine Cranio-Sitzung bekam (Louis
machte es sich in der Zwischenzeit bei seiner Großmutter auf dem Sofa
bequem), fiel uns allen auf, wie stark sich sein Aussehen verändert hatte:
Sein kleines Gesicht war deutlich runder als vorher und seine Haut rosiger,
praller und durchfeuchteter (es waren keine Hautschüppchen mehr zu sehen).
Seine tatkräftige Geburtsarbeit hatte sein Cranio-Sacrales Systems regelrecht
angeschubst und seine Lebensenergien vermehrt ins Fließen gebracht. (Doris
Burghardt, Cranio-Sacral Praktikerin)
Weshalb
sollte ich mein neugeborenes Kind behandeln lassen?
Diese
Frage wird von Upledger wie folgt beantwortet: "KranioSakrale Therapie kann Probleme
im KranioSakralen System sofort und für immer korrigieren. Die Korrektur
dieser Probleme verhindert unter Umständen die Entwicklung von Koliken,
Atemschwierigkeiten, Hyperaktivität, Dyslexie, Anfällen,
des Floppy-Baby-Syndroms,
von
Allergien, zudem glaube ich - auch wenn
es noch nicht bewiesen ist -, dass es viele Fälle von zerebraler
Lähmung und Skoliose
verhindern und Zahnproblemen
vorbeugen kann, die im späteren Leben kieferorthopädische Maßnahmen
erfordern würden. Ferner hat sich gezeigt, dass die allgemeine
Gesundheit des Kindes gekräftigt
wird." (John E. Upledger, "Auf den inneren Arzt hören", Eine Einführung in die KranioSacral-Arbeit, 1994, S. 171 ).
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Textquellen: siehe Angaben am Ende eines Textabschnittes
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